Sport

Sport bei Blasenschwäche: Auch Männer leiden an Belastungsinkontinenz

Wer joggt, der tut etwas für seine Gesundheit. Aber Joggen kann auch im wahrsten Sinne des Wortes „in die Hose gehen“. Wenn Männer beim Sport Urin verlieren, dann leiden sie meist an einer so genannten Belastungsinkontinenz. Sie tritt bei Männern in den besten Jahren vor allem nach einer Prostata-OP auf. Betroffene können das Wasser aber auch bei anderen körperlichen Belastungen nicht halten, beispielsweise beim Heben schwerer Gegenstände.

Doch Männer mit schwacher Blase müssen auf den geliebten Sport nicht verzichten! Experten wissen: Auch bei Blasenschwäche ist körperliche Bewegung empfehlenswert, denn in vielen Fällen wird dabei der Beckenboden trainiert. Betroffene sollten sich informieren, welche Sportarten bei Blasenschwäche in Frage kommen.

Andrologen, das sind Ärzte, die sich auf Männerleiden spezialisiert haben, empfehlen vor allem Sportarten, die den Beckenboden entlasten, im Idealfall sogar stärken. Geeignet sind Wandern, Gehen oder Walken. Aber auch Schwimmen und Radfahren sind mit schwacher Blase ohne weiteres möglich. Ungünstig sind Sportarten, die mit Springen verbunden sind,  Aufprallbewegungen oder vielen Starts und Stopps. Wer an einer Belastungsinkontinenz leidet, der sollte Joggen, Tennis und Squash vermeiden – aber auch der Männersport Nummer eins: Fußball.

Sport-Fans mit unfreiwilligem Urinverlust sind beim Arzt gut aufgehoben. Er kann den Schweregrad der Blasenschwäche einschätzen und beurteilen, ob der Lieblingssport auch weiterhin betrieben werden kann. Darüber hinaus empfehlen Experten, auf geeignete Bedingungen beim Sport zu achten: Bei Laufsportarten sollten Betroffene beispielsweise gut gedämpfte Schuhe tragen. Und Tennisspielen auf einem Sandplatz bekommt der belasteten Blase besser als auf einem Hartplatz.

Lesen Sie dazu auch: Ratgeber Sport bei Blasenschwaeche – Infozentrum Inkontinenz

 

Wintersport

Wintersport: Skifahren trotz Blasenschwäche kein Problem

Blasenschwäche und dann zum Skifahren? Für viele Betroffene ist das undenkbar. Sie können sich das nicht vorstellen: Erst stundenlange Staus auf der Autobahn bei der Anfahrt – und keine Toilette in der Nähe! Dann endlose Schlangen am Lift – und die Blase drückt! Gerade für Menschen mit Blasenschwäche wird die Reise in den Urlaub oft zur Qual. Statt sich entspannt auf Piste, Sonne, Berge zu freuen, kreist bei ihnen alles um die eine Frage: Wo ist das nächste Klo?

Das muss nicht sein! Auch Menschen mit Blasenschwäche können verreisen, und zwar überall hin, so das Infozentrum Inkontinenz. Mit den richtigen Einlagen oder Pants ist alles möglich – vom Schneeschuhaufstieg auf einsame Berghütten bis zur Tiefschneeabfahrt, von der Skiwanderung auf gespurten Loipen bis zur schwarzen Abfahrt.

Wer unter Blasenschwäche leidet, der muss allerdings seine Ferien noch ein bisschen sorgfältiger planen als andere und vor der Abreise unbedingt folgende Fragen klären: Wie viele Hilfsmittel brauche ich am Tag? Kann ich die von zu Hause mitnehmen oder bekomme ich meine gewohnten Produkte vor Ort? Wer mit dem eigenen Wagen reist, der hat Platz und kann alles mitnehmen. Wer mit dem Bus oder der Bahn fährt, der muss sorgfältiger packen. Geklärt werden sollte auch die Frage: Was kosten die Hilfsmittel vor Ort? Erstattet die Krankenkasse diese Ausgaben? Clevere Winterreisende klären das alles vorab, denn manche Kassen liefern die gewohnten Hilfsmittel sogar bis an den Urlaubsort.