Dranginkontinenz

Dranginkontinenz: Überaktive Blase lässt sich behandeln

Männer fürchten vor allem eines: Prostataprobleme! Aber nicht immer ist die kastaniengroße Vorsteherdrüse dafür verantwortlich, wenn ein Mann häufig und dringend auf die Toilette muss. Oft leidet er an der so genannten Dranginkontinenz. Bei der Dranginkontinenz ist der Informationsaustausch zwischen Gehirn und Blase gestört.

Bei einer überaktiven Blase reicht manchmal schon ein kleines Bier, um den Druck in der Blase unerträglich zu erhöhen, obwohl sie noch gar nicht richtig gefüllt ist. Die Dranginkontinenz setzt den Betroffenen meist sehr zu, denn nicht immer schaffen sie es noch rechtzeitig bis zur rettenden Toilette! Die Blasenmuskeln ziehen sich so stark zusammen, dass auch einmal was in die Hose gehen kann. Bei manchen ist der Druck auf der Blase sogar mit starken Schmerzen verbunden. Ist es erst einmal soweit gekommen, sollten die Betroffenen dringend den Arzt aufsuchen.

Schon das erste Gespräch liefert dem Doktor wichtige Hinweise auf die Ursache der Beschwerden. Eine anschließende körperliche Untersuchung verschafft weitere Klarheit. Oft rät der Arzt den Betroffenen, ein Tagebuch zu führen, in dem sie Trink- und Urinmenge mit der jeweiligen Uhrzeit notieren. Das erleichtert dem Arzt die Diagnose. Ist die erst einmal gesichert, kann der Experte die geeignete Therapie empfehlen. Dabei stehen ihm verschiedene medikamentöse und operative Be-handlungen zur Verfügung.

Bis sich der plötzliche Harndrang dann gebessert hat, behelfen sich Männer mit speziellen Einlagen, die nicht nur dem männlichen Körperbau angepasst geformt sind, sondern auch größere Urinmengen zuverlässig absorbieren.