Beckenbodenübungen

Beckenbodenübungen: Training und Kontrolle verleihen dem Beckenboden Kraft

Frauen leiden besonders häufig an Blasenschwäche. Beim Niesen, Husten oder Heben schwerer Lasten verlieren sie unwillkürlich Urin. Oft ist ein schwacher Beckenboden die Ursache dafür. Das ist unangenehm und beeinträchtigt die Lebensqualität enorm. Das muss auch nicht sein: Regelmäßiges Beckenbodentraining hilft den meisten Frauen, das Problem in den Griff zu bekommen. Am besten ist es, den Beckenboden unter professioneller Anleitung zu trainieren. Die Übungen eignen sich aber auch für zu Hause.

Hilfreich für das Training daheim ist beispielsweise folgende Übung: Auf die Knie gehen und sich mit den ausgestreckten Armen abstützen. Der Rücken ist gerade und bildet eine Parallele zum Boden. Jetzt den Beckenboden anspannen und langsam den linken Arm nach vorne und das rechte Bein nach hinten ausstrecken. Gestrecktes Bein, Rücken und gestreckter Arm sollten dabei eine gerade Linie bilden. Arm und Bein langsam wieder senken und mit dem jeweils anderen Bein und Arm dasselbe machen. Zehn bis zwölf Mal wiederholen. Dazwischen den Beckenboden entspannen.

Kontrollieren lässt sich der Erfolg des Beckenbodentrainings mit einer einfachen Übung mit Hilfe eines leichten Küchenstuhls: Vor den Stuhl stellen, Beine hüftbreit nebeneinander. Beckenboden anspannen, Spannung halten und dabei husten. Anschließend wieder entspannen. Geht beim Husten kein Urin mehr verloren, zeigt das Training erste Erfolge. Nun das Ganze noch einmal und dabei den Stuhl hochheben. Das richtige Heben des Stuhles vorher üben: Dazu nahe an den Stuhl herangehen. Die Knie und Hüfte beugen, der Rücken bleibt gerade. Beckenboden anspannen und Stuhl anheben, indem die Beine gestreckt werden. Kurz halten, wieder absetzen und entspannen: Wer die Hebetechnik gut beherrscht, der sollte versuchen, dabei zu husten. Klappt das ohne Urinverlust, ist der Beckenboden top!