Diuretika – entwässernde Medikamente

Diuretika: Entwässernde Tabletten nicht abends nehmen

Viele ältere Menschen mit Herzproblemen bekommen vom Arzt entwässernde Medikamente verschrieben, sogenannte Diuretika. Das Wasser wird als Urin ausgeschieden. Wer solche Tabletten nimmt, der muss folglich auch häufiger auf die Toilette.

Deshalb ist es sinnvoll, entwässernde Medikamente morgens zu nehmen. Mitunter schlucken Patienten die Medikamente allerdings erst abends, meist aus Unwissenheit oder weil es der Arzt nicht ausdrücklich anders verordnet hat. Dann muss der Betreffende natürlich nachts häufiger auf die Toilette. Nicht jeder Senior schafft das immer schnell genug – aus dem Schlaf und dann schnell aufs Klo. Da geht auch einmal etwas daneben. Schnell lautet dann das Urteil: Inkontinenz.

Angehörige sollten hier aufmerksam werden und nachhaken, ob und gegebenenfalls wann ihre Senioren entwässernde Medikamente einnehmen. Ist dies der Fall, liegt die Lösung meist auf der Hand: Statt abends werden die Medikamente morgens genommen – und aus dem Inkontinenten wird wieder ein Mensch, der seine Blase beherrscht. In jedem Fall sollten Patienten und deren Angehörige mit dem behandelnden Arzt darüber sprechen und eine Lösung suchen. Das ist in jedem Fall sinnvoll, denn nächtlicher Harndrang stört den Schlafrhythmus. Die Betroffenen sind tagsüber müde und erschöpft. Außerdem fällt es gerade Älteren oft schwer, sich im Halbschlaf sicher durch die Wohnung zu bewegen. Stürze sind nicht selten die Folge. Oft auch die gefürchteten Oberschenkelhalsbrüche.