Junge Frauen

Beckenboden: Auch junge Frauen leiden an ungewolltem Harnverlust

Inkontinenz ist der ungewollte, unkontrollierte Urinverlust. Im Volksmund heißt das Leiden Blasenschwäche – und wird in der Regel schamhaft verschwiegen. Inkontinenz ist eines der wenigen verbliebenen Tabuthemen unserer Gesellschaft. Inkontinenz tritt aus unterschiedlichen Gründen und in jedem Lebensalter auf. Zwar leiden darunter vor allem ältere Menschen und in erster Linie Frauen, aber auch Männer und Junge sind von Blasenschwäche betroffen.

Gerade junge Frauen erleben häufig mit Entsetzen, wie sie teilweise die Kontrolle über ihre Blase verlieren. Und sie neigen dazu, das Problem weitgehend zu ignorieren. Sie erklären „die paar Tropfen“ Urin kurzerhand zu „leicht verstärktem Ausfluss“ und behelfen sich – mitunter jahrelang – mit unzureichenden Hilfsmitteln wie dickeren Slip-Einlagen.

Parallel dazu reduzieren viele auch ihre tägliche Trinkmenge drastisch, um so den Harndruck zu verringern. Auf Dauer führt das aber eher zu Blasenentzündungen und Verstopfung, als zur Lösung des Problems. Und das Problem ist in der Regel ein schwacher Beckenboden.

Was ist eigentlich der Beckenboden? Viele junge Frauen hören während der ersten Schwangerschaft auch zum ersten Mal das Wort „Beckenboden“. Einige haben da schon Jahrelang Problem mit ungewolltem Urinverlust. Soweit muss es nicht kommen. Der Beckenboden lässt sich leicht trainieren, die Blasenschwäche oft beheben. Je früher junge Frauen mit dem Beckenbodentraining anfangen und es zum selbstverständlichen Bestandteil ihres Tagesablaufs machen, umso besser. Am besten mal die Frauenärztin fragen, wo der Beckenboden liegt – oder die eigene Mutter!