Vererbung

Vererbung: Auch Blasenschwäche wird vererbt

Kinder leiden enorm unter Blasenschwäche, nicht zuletzt, weil auch viele Eltern “Druck machen”, damit der Nachwuchs endlich “trocken” wird. Oft wissen die Eltern noch aus eigener Erfahrung, wie schwer Kinder unter Bettnässen leiden, denn viele waren früher selbst betroffen. Die Veranlagung zur Blasenschwäche ist erblich. War ein Elternteil Bettnässer, ist auch das Kind mit 43-prozentiger Wahrscheinlichkeit betroffen. Litten beide Eltern darunter, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 77 Prozent. Wichtig bei allen Behandlungen ist die Motivation der Kinder. Sie müssen „trocken“ werden wollen und bereit sein, zum Beispiel Blasentraining zu machen, um die Aufnahmefähigkeit der Blase zu steigern. Hilfreich sind immer Gespräche. Als technische Hilfsmittel haben sich Windeln und Feuchtigkeitsmelder bewährt, die das Kind nachts beim ersten Tropfen wecken, damit es rechtzeitig auf die Toilette gehen kann.