Hautpflege

Hautpflege: Familien sollten sich frühzeitig Rat und Hilfe holen

Wer an Inkontinenz leidet, der braucht in der Regel Einlagen, um den Urin aufzufangen, den der Körper selbst nicht mehr halten kann. Solche Inkontinenzprodukte müssen mehrere Bedingungen erfüllen: Sie sollten möglichst viel Urin zuverlässig aufsaugen, sie sollten ihn geruchsneutral binden und sie sollten die Haut trocken halten. Gerade der letzte Punkt ist besonders wichtig, denn wenn der Harn nicht zuverlässig aufgesaugt wird, entsteht ein feuchtes Milieu, in dem Bakterien gedeihen. Vor allem für ältere Menschen, deren Haut ohnehin spröder und empfindlicher ist, kommen dann schnell Hautreizungen und Entzündungen hinzu, die schmerzhaft und langwierig sind.

Vorbeugen lässt sich vor allem durch sorgfältige Hautpflege und die Auswahl der richtigen, sprich passenden Inkontinenzprodukte. Nur wenn Windel oder Inkontinenz-Slip gut sitzen, weder einschneiden noch scheuern und wenn sie häufig genug gewechselt werden, bleibt die Haut unter der Vorlage trocken. Hautärzte empfehlen zur Hautpflege außerdem pH-neutrale Waschlotionen, Feuchttücher ohne Konservierungs- oder Duftstoffe und das tägliche Eincremen des kritischen Intimbereichs mit rückfettenden, feuchtigkeitsspendenden Cremes.

Hautpflege ist vor allem bei Pflegebedürftigen ein Problem. Angehörige sollten sich rechtzeitig beraten lassen und eventuell auch mehrere Produkte ausprobieren. Das Wort und die Empfehlung des Hausarztes gelten beim Pflegebedürtigen dabei häufig mehr als der Rat der eigenen Familienmitglieder.