Giggle-Inkontinenz

Giggle-Inkontinenz: Wenn kichernde Kinder den Harn nicht halten können

Kleine Kinder beherrschen ihre Blasen noch nicht und machen in die Hose. Die ersten Jahre, bis zur Einschulung etwa, ist das völlig normal. Was aber, wenn plötzlich auch Schulkinder wieder einnässen? Manche Kinder können es gar nicht vermeiden: Wenn sie lachen oder kichern, verlieren sie Urin, und zwar meist schwallartig. Fachärzte diagnostizieren in solchen Fällen eine sogenannte Giggle-Inkontinenz.

Das Wort „giggle“ kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie kichern. Und wer kichernde Kinder kennt, weiß, wie sie mitunter minutenlang über alles und jedes kichern und sich vor Lachen auf dem Boden wälzen können. Kein Wunder, wenn so viel Albernheit manchmal buchstäblich in die Hose geht.

Die Giggle- oder auch Lach-Inkontinenz ist eine Sonderform der überaktiven Blase unter der vor allem Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren leiden. Jungs sind deutlich seltener betroffen. In der Regel legt sich das Problem mit dem Eintritt in die Pubertät, allerdings nicht bei allen.

Für die Betroffenen kann Giggle-Inkontinenz ziemlich peinlich sein. Vor allem, wenn in der Schule oder auf Ausflügen mit Gleichaltrigen etwas daneben geht. Schließlich sind manche Klassenkameraden nicht eben zimperlich mit jemandem, der „in die Hose macht“.

Schon deshalb sollten Eltern mit ihren Kindern den Kinderarzt aufsuchen und über das Problem sprechen. Dabei lässt sich abklären, ob die Lach-Inkontinenz behandelt werden muss und wenn ja, ab wann und wie. Das Gespräch mit dem Arzt kann den Kindern auch anderweitig helfen, denn sie erfahren dabei: Ich bin kein Einzelfall!