Schlafprobleme

Schlafräuber Inkontinenz: Auch bei nächtlichem Harndrang ausreichend trinken

Menschen mit Blasenschwäche können den Harn nicht halten – und sie leiden enorm darunter. Nicht nur ihr Alltag ist geprägt von Stress und der Suche nach der nächsten Toilette, sondern auch die Nacht. Gerade jetzt im Sommer, wo schwüle Hitze vielen ohnehin den Schlaf raubt, kommen Menschen mit Blasenschwäche kaum zur Ruhe.

Häufiger Harndrang in der Nacht ist das zweithäufigste Ärgernis für viele Männer. Das belegt eine internationale Studie. Allein 70 Prozent aller deutschen Männer mit Blasenproblemen fühlen sich dadurch gestört. Sie werden um ihren Schlaf gebracht, weil sie in der Nacht ständig zur Toilette müssen. Entsprechend müde sind sie am nächsten Tag und damit weniger leistungsfähig. Da können auch gestandene Mannsbilder resignieren und sich abkapseln, sogar vor ihren Frauen und Freunden.

Dabei ist Blasenschwäche kein unabwendbares Schicksal. Wer gut informiert ist, bekommt sein Problem in den Griff. Jedem Zweiten helfen Informationsbroschüren und Ratgeberseiten im Internet. Knapp die Hälfte der Männer profitiert von einem Gespräch mit dem Doktor. Genauso viele sind froh, dass es in Apotheken, Drogerie- und Supermärkten Vorlagen und Hilfsmittel speziell für Männer gibt, die ihnen ein uneingeschränktes Leben ermöglichen.

Eines übrigens sollten weder Männer noch Frauen tun, die unter Inkontinenz leiden: Weniger trinken! Zwar muss, wer reduziert trinkt seltener auf die Toilette, aber schlecht gespülte Blasen neigen zu Entzündungen und Harnwegsinfektionen. Dann kommen zum nächtlichen Harndrang auch noch Schmerzen und Gesundheitsprobleme. Deshalb: Auch wer nachts öfter raus muss, der sollte auf ausreichend Flüssigkeit nicht verzichten. Zwei Liter sollten es am Tag schon mindestens sein.