Männerkrankheiten

Männerkrankheiten: Männer gehen zu selten zum Arzt

Von wegen starkes Geschlecht: Männer sind fast doppelt so häufig krank wie Frauen – besonders wenn der erste Lack ab ist. Mit 50 kommen die Probleme: Erektionsstörungen, Prostatabeschwerden und Blasenschwäche gehören zu den typischen Krankheiten ab 50 plus.

Das hat Gründe: Männer leben erheblich ungesünder als Frauen. Sie gehen auch wesentlich seltener zum Arzt. Und sie sind echte Vorsorgemuffel. Magen-, Darm- und vor allem Lungenkrebs, die häufigste Todesursache bei Männern zwischen 50 und 75 Jahren, werden deshalb oft viel zu spät erkannt. Auch seltenere Tumore wie Hodenkrebs, die früh entdeckt heilbar sind, bleiben deshalb häufig unerkannt.

Nicht einmal über relativ harmlose Beschwerden reden Männer freiwillig mit ihrem Doktor, etwa über Haarausfall, Hämorrhoiden oder das lästige Nachtröpfeln beim Wasserlassen. Dabei ist gerade Blasenschwäche, medizinisch korrekt Inkontinenz, ein weit verbreitetes Problem: Jeder zehnte Deutsche leidet darunter. Aber: Männer reden nicht darüber!

Männertypisch sind auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doppelt so viele Männer wie Frauen lei-en darunter. Während weibliche Hormone Frauen vor Herzproblemen schützen können, steigt das Risiko bei Männern mit jedem Kilo Übergewicht. Ab 60 Jahren hat jeder zweite Mann zu viel Fett auf den Rippen. Etwa 20 Prozent in dieser Altersgruppe sind sogar fettleibig. Folge: Jedes Jahr sterben rund 150.000 Männer an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der Todesursache Numero eins.

Experten wissen längst: Männer verursachen die Entstehung dieser typischen Männerkrankheiten selbst – und ignorieren die Symptome so lange wie möglich. Statt auf die Signale ihres Körpers zu hören, putschen sich viele morgens mit Kaffee auf, überstehen den Tag nur mit anregen-dem Nikotin und brauchen den abendlichen Absacker zur Entspannung. Auf Dauer geht das nicht gut. Aber nach dem Motto „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ stecken Männer lieber vieles weg. Expertentipp: Männer, hört auf die Signale eures Körpers. Geht rechtzeitig zum Arzt!