Bikinifigur

Bikinifigur: Abnehmen lohnt sich – auch der Blase zuliebe

Sommerferien! Sonne! Badesaison! Schade, wenn der Bikini dann wegen Übergewichts allzu knapp sitzt! Und er sieht bei vielen längst nicht mehr gut aus: Die Deutschen werden nämlich immer dicker. Nach den Erkenntnissen des Robert Koch-Instituts leiden über die Hälfte der Frauen an Übergewicht; bei den Männern sind es sogar 67 Prozent. Krankhaft fettleibig, also adipös, sind  inzwischen je rund ein Viertel aller Frauen und Männer. Tendenz steigend. Auch Kinder und Jugendliche werden immer schwerer.

Mit der Fettleibigkeit kommen die gesundheitlichen Probleme. Der überflüssige Speck auf den Rippen ist nicht nur ein ästhetisches Problem in der Bikinisaison. Übergewicht gefährdet auch die Gesundheit! Was die wenigsten wissen: Nicht nur Bluthochdruck, erhöhter Cholesterinspiegel und Diabetes sind Folgen von Übergewicht, sondern oft ist Fettleibigkeit auch Ursache für Blasenschwäche, sprich Inkontinenz.

Übergewichtige kämpfen häufig mit der sogenannten Belastungsinkontinenz. Vor allem bei körperlicher Anstrengung, beim Heben, Laufen und Treppensteigen, verlieren sie unfreiwillig Urin. Harndrang haben sie vorher nicht verspürt. Auch Husten, Niesen und Lachen können buchstäblich in die Hose gehen. Die Leibesfülle erhöht nämlich den Druck im Bauchraum und schwächt die Muskulatur des Beckenbodens. Die Funktionsfähigkeit der Schließmuskeln von Harnröhre und Darmausgang lassen damit nach.

Da hilft nur eins: Abnehmen! Das Abspecken entlastet Körper und Blase. Besonders wichtig sind dabei die ausgewogene Ernährung – mit ausreichend Flüssigkeit – und regelmäßige Bewegung. Im Sommer fallen schwimmen, walken, Rad fahren leichter als in der kalten Jahreszeit. Hilfreich ist neben dem Abnehmen auch die gleichzeitige Stärkung der Beckenboden-Muskeln durch ge-zieltes Training. Betroffene sollten ihren Arzt fragen, wie sie am besten abnehmen. Vielleicht klappt es ja mit der Bikinifigur bis zum nächsten Sommer?